Die Laufbahn von Drosten oder das Schauermärchen vom giftigen Virus

Es war einmal ein großer, ausgesprochen seriöser Herr Professor, den hatten alle lieb, die ihn nur ansahen. Als junger Mensch fesselten ihn Gruselkindermärchen vom schleimigen Gift des Virus, wie ihn schon die alten Römer nannten. Solch weit verbreitete und populäre Erzählungen des Miasma, also von üblem Dunst, von Verunreinigung, Befleckung und Ansteckung, hatten ganz besonders für ihn was so schön-schauriges. Sie wurden zum Anlass für ebenso heimlich wie eifrige Phantasien, den Kampf gerade gegen diese Feinde des Fortschritts und der Zivilisation, zum Zentrum seiner Studien und Arbeiten zu bestimmen.

Natürlich ist das lange her, heute auch vielleicht ein wenig peinlich und wirklich sublimierte sich jene Leidenschaft schon als Student rasch in Fleiß, Disziplin und strenge Wissenschaft! Er verlernte jede Ablenkung von Nebensächlichkeiten, d. h. eignete sich an den Fokus, die Konzentration und Spezialisierung, welche nun einmal und mehr als je erforderlich ist für den akademischen Bestand von Prüfungen, Klausuren, des Doktors und der Promotion. Es heißt zwar Universität und war auch sicher für den jungen Drosten wenigstens kurz Anlass für die Überlegung; ja könnte das nicht ein reizvoller Hinweis sein, Phänomene wie Viren in alles, ein Ganzes, … – ist mehr oder weniger und z. T. in sehr dynamischer Transformation und Wechselwirkung …?

Und allerdings wird ja noch in Grundschule und Gymnasium Allgemeinbildung sehr hochgehalten, einen gewissen Durchblick in alle Richtungen als Notwendigkeit für irgendwie was begreifen können. In der Oberstube hatten sie damals den Film gesehen mit Gründgens, … ein wenig besser würd er leben, hättst du ihm nicht Vernunft gegeben, Schein vom Himmelslicht oder so, aber es kommt nur Rückenschmerzen, Nackenkrämpfe und Stumpfsinn raus. Ja und hat nun die Fäden in der Hand, fehlt leider nur was heute selbst auf der Website vom RKI von One Health zu lesen ist. Im Englisch GK Jane Austen und Salinger Better be without sense, than misapply it as you do oder he had not quite done nothing – for he had done mischief, und but it was nice. … I mean it’s dirty yelling ‚Degression!‘ at him when he’s all nice and exited. … you just didn’t know this teacher, … he’d kept telling you to unify and simplify all the time. … you could tell he didn’t have too much brains. Mensch und das ist ja wirklich gut erforscht, wie irre viel Energie so Neuronen für Bildung und aktiv sein brauchen.

Macroaufnahme

Neulich auf ner Party, also noch vor Corona!, hatte ihm son Vireologenkollege von … – nur allein das mit dem Virus ist schon zu blöd, könnte man doch wenigsten wie von Drogen reden, so getrocknete Substanz ist doch viel neutraler, so nüchtern … aber Lehrer vom schleimigen Gift, wer soll da sachlich und seriös auftreten – … jedenfalls redete der auf einmal von diesem abgefahrenen Traum, da war dem beim Spazieren auf einem Waldweg ein Virus begegnet, sah lustig aus, wie gebastelt von einem Kind aus einem Lehrbuch. Es zwinkerte ihm zu und sprach; Hör mal Virologe, ham Sie die schönen Blumen nicht gesehen, die im Walde stehen, sehn Sie doch mal um sich, ich mein, Sie hörn gar nicht, wie die Vöglein lieblich singen, Sie gehn ja so für sich wie in der Metropole zum Institut, und ist so lustig haußen im Wald. Und er, völlig geflasht, geht vom Weg ab tief in den Wald, Blumen pflücken, bis er keine mehr tragen kann – obwohl ihm das sein Doktorpapi noch so streng verboten hatte.

Drosten hatte gar nicht so wirklich hingehört, er fand den Typen auch ziemlich schräg, der hatte doch bestimmt LSD oder so und Koks … und doch erinnerlicht der Traum des Kollegen, mit seiner Anspielung auf das Lügenmärchen vom bösen Wolf, den so gestandenen Herrn Professor mit einem Mal so seltsam-sonderbar an gute Seiten von Viren … als Boten zwischen den Welten, die meist keine Krankheiten verursachen. … Welche schon immer enorm innovativ, so konstruktive Folgen für die (menschliche) Evolution hatten und vieles mehr. …

Nein also wäre es möglich, auch Virus-Epidemien und Pandemien viel mehr als Folge sozialer und ökologischer Verwerfungen zu begreifen, wie es Robert L. Dorit einmal in Spektrum der Forschung formulierte? Als Indikator für sehr tiefgreifende Missstände in Gesellschaft, Lebensweise, Landwirtschaft und Ernährung? Aber ja, ganz wie bei Drogen; die (Über)Dosis und Quantität macht das Gift – ein maßvoll-qualitatives komplex-ausdifferenziert und vielseitiges Limit das Heilmittel! Nach dem radikalen Prinzip, das irgendwie auf fast alles in Leben und Natur zutrifft: Hat ein Stoff, ein Organismus oder ein Lebewesen, also Kohlenstoff, Viren oder der Wolf z. B. eine große Bedeutung und starke Wirkung (schon immer gehabt) in Natur und Evolution, wird es innerhalb von Stumpfsinn, Verblödung, Herrschsucht, Machtgier, Monokultur, Monopolisierung usw. sehr risikoreich, gefahrvoll und tödlich. Ebenso wie es durch Intelligenz, Bildung, Vielseitigkeit, Sensibilität, Empfindsamkeit, Nachdenklichkeit Komplexität, Beweglichkeit, Ausdifferenzierung usw. seine durch und durch konstruktive Rolle erneut erfüllt.

Und hat nicht da jemand geredet von wegen, dass wir ohnehin noch lang mit dem Virus werden leben müssen? (Gemeint ist einer, dem Armin Laschet geraten hat nur ein Hemdenknopf in Fernsehtalkshows zu öffnen – Anm. d. Red. PS: Er war bei Drosten in Ungnade gefallen, dann doch wieder nicht und jetzt scheinbar doch wieder …)

Entsprechend wäre die Linderung und Transformation der Corona-Pandemie in ursprüngliche und essentielle Leistungen der Natur und des Lebens als Immunität und Evolution viel mehr zu erreichen durch Naturschutz, Artenschutz, Klimaschutz, Schluss mit Junkfood, Industriefraß u. a., dem Protest und der Demonstration für soziale Gerechtigkeit und gegen Land-Grabbing, Neo-Kolonialismus und Imperialismus! Ist doch auffällig, dass Adolf Mayer und Dimitri Iwanowski die moderne Virologie begründeten durch Forschung an befallenen Plantagenkulturpflanzen. Und legte nicht jene Versklavung und Ausbeutung von Menschen und Natur des Kolonialismus den wichtigsten Grundstein für die Grüne Revolution und heutiger Industrieller Landwirtschaft? Jedenfalls hatte die Ebola-Epidemie 2014 in Westafrika mit über 11 000 Toten nach Robert L. Dorit ihren wesentlichen Ausgangspunkt in Abholzungen für Ölpalmen- und Obstplantagen. Mit seiner Thematisierung von Massentierhaltung, Antibiotikamissbrauch u. a., der Zerstörung von Biodiversität in wilder Natur, Kulturlandschaft, als wie spiegelbildlich der Micro- Flora und Fauna in Schleimhäuten und Darm von Tier und Mensch, weißt der Text von Dorit noch weit darüber hinaus.

Jüngst machte nun der Weltbiodiversitätsrat bzw. WWF öffentlich: Die gleichen menschlichen Aktivitäten, die den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt vorantreiben, erhöhen auch das Risiko von Pandemien. & Eine intakte Natur ist ein Bollwerk gegen neue Krankheitserreger und Pandemien und muss endlich als entscheidender Schlüsselfaktor für unsere Gesundheit wahrgenommen werden.

Für den ausgezeichneten Fachmann, Spezialisten und Experten ist all das um so weniger Anlass und Grund, die alte Leier von AHA, Impfungen, Schnelltests und dergleichen mal zu wechseln und zu ergänzen. Es fehlt ihm einfach die vieldimensionale, interdisziplinäre und bewegliche innere Matrix, auf der er solches wahrnehmen und realisieren könnte. Drosten hat nicht das Format, wie Svenja Schulze Naturschutz, oder Hugo López-Gatell eine gute Ernährung etwa auch gegen die Lobby einer Lebensmittelindustrie als besten Schutz vor Pandemien auszusprechen.

Immer gleich tönt die Leier: Schränkt euch ein, verzichtet in einem langen harten Winter auf Party, Nähe und Kontakt, lasst euch impfen, auch mit nicht so gutem Stoff, brav und folgsam wie die Lämmer und Schafe des Herrn. Bleibt zu Hause, gutbürgerlich dürft ihr auch diesmal Konformismus, Mief und Stumpfsinnigkeit euch anrechnen als Gewissenhaftigkeit und Verantwortung. Um so schneller werdet ihr zurückkehren können zu allerseits so sehr ersehnten Normalität, zum ganzen, endlich wieder heilen Spektrum der Naturzerstörung und krankmachenden Lebensweise nach innen und außen … und so gut wie alle Medien, groß und klein, von linksliberal bis rechtskonservativ als wie ganz besonders eifrig z. B. Jens Spahn, Markus Söder, Michael Müller, Karl Lauterbach, … ja selbst die Kanzlerin plappern es nach, schwadronieren noch gar von Kampf, Rettung und Sieg.

Dabei ist das Problem so schrecklich trivial: AHA-Regeln, Tests und Impfungen würden ja sehr hilfreich sein können gegen die Pandemie. Allerdings erst und nur als sekundäre Ergänzungen, indem sie dem weit wichtigeren Komplex von Naturschutz und gesunder Lebensweise nachgeordnet würden. Selbst wenn es gelingen sollte zuerst mit Heulen und Zähneklappern von Verzicht und Einschränkung die Pandemie niederzuringen und abzuwürgen, würde das, dermaßen isoliert und abgespalten argumentiert und umgesetzt, viel schlimmeren Epidemien, Pandemien und Plagen jeder Art, dann so richtig eine Bresche schlagen. Ganz nach Wahnsinnsvorbildern von Prinz Prospero, Professor Abronsius von Königsberg oder Mao Zedong mit seiner Ausrottung der vier Plagen.

Naturschutzes und eine gesunden Lebensweise würden in der Summe nicht nur nicht Verzicht und Einschränkung sein, sondern im Gegenteil Wachstum und Gewinn an Leben, Freiheit, Autonomie, Gesundheit und Unversehrtheit! Naturschutz, Artenschutz und Klimaschutz sind notwendig auch aus Gerechtigkeitsgründen, weil nur sie ein angemessener Ausgleich für die erhebliche Benachteiligung junge Leute und Kinder durch die bisherige Corona-Politik sein würden. Vergl. a.:

Kommentar,

Leserbrief zu EPIDEMIEN: Die Rettung – GEO 10/2020

Die Katastrophe hinter der Covid-19-Pandemie

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