Weniger PKW – mehr Leben, Freiheit, Autonomie und Mobilität!

Peak Car1 – Viel zu viele Unfälle, Feinstaub und Asphaltverwüstung, viel zu wenig Grün, Freiraum, Mobilität und Verkehr!

Allein durch PKW-Unfälle werden weltweit mehr Menschen verletzt und getötet, als durch Gewaltverbrechen und Kriege.2 Die Zahl der Menschen, die durch Feinstaub von PKWs erkranken und sterben ist noch einmal weit höher.3 Zugleich verhindert das, was am liebsten „Automobil“ oder etwa „Individualverkehr“ genannt wird, am meisten unsere Autonomie, Mobilität und individuelle Freiheit:

Nehmen wir fast eine x-beliebige Straße weltweit und lassen 80 von 100 PKW-Fahrern zu Fuß gehen, mit dem Rad, dem Bus oder der Bahn fahren und erhalten ungleich viel mehr Grün, Raum, Ruhe, Unversehrtheit, Kinderspiel, Bewegungsfreiheit und Mobilität…

Unterzeichne hier den Appell für Autonomie, Mobilität, Leben und Freiheit und gegen das Totschweigen von Grund- und Menschenrechtsverletzungen

Geh auf die Straße, lass die Kinder rennen, spielen, sich austoben, nimm deine Inleiner, einen Fußball … Hohl die die Straße als Lebensraum zurück, wo jetzt PKWs parken, im Stau stehen, losrasen, stinken, giftig und laut sind, wird ein Baum wachsen, ein Cafétisch zum treffen einladen, eine Schaukel oder ein Blumenbeet sein.

Die hohen und höchsten Opferzahlen von Leid, Krankheit und Tod sind kein Preis von Autonomie, Mobilität, Freiheit und Individualität! Wir würden im Gegenteil sehr viel freier uns bewegen können ohne Stress und viel sicherer, wenn diese Menschen nicht erkranken, verletzt werden und sterben. Das Totschweigen dieser Opfer, Ihre Marginalisierung und Missachtung, gehört zu den unverschämtesten Lügen in Werbung und Lobbyarbeit der „Autoindustrie“.

Indem wir aufhören vor dieser Macht zu resignieren und die allermeisten PKWs von Stadt und Land vertreiben, reduzieren wir zugleich die schlimmste Verschwendung von zahlreichen Rohstoffen wie Asphalt, Beton, Sand, Eisenerz, Öl, Edelmetallen, seltenen Erden und vielem mehr. Sehr viele Konflikte und Kriege weltweit, die sich um Rohstoffe drehen, können im Zuge dessen gelindert werden und sich lösen.

Fordere hier den Hamburger Senat auf, PKWs innerhalb von 5 – 10 Jahren um 70 – 90 % zu reduzieren bei einer gleichzeitigen Förderung von Fuß- und Radverkehr und von Stadtbahn bzw. ÖV.

Klage zugleich mit deiner Unterschrift deine Grund- und Menschenrecht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit ein. Unterzeichne im gleichen Sinne für Kinder und nachfolgende Generationen, die es nicht selbst können und doch viel mehr noch betroffen und leidtragend sind und sein werden. Unterzeichne im gleichen Sinne für Menschen, die um so mehr von Unfällen, Erderwärmung und anderm betroffen sind, je weiter sie räumlich und strukturell von Möglichkeiten entfernt sind (hier) dagegen zu protestieren, abzustimmen, zu unterzeichnen oder zu klagen.4

Die Stadt und der Staat ist auch nach den Grund- uns Allgemeinen Menschenrechten auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit verpflichtet, den Fuß- Rad- und ÖV-Verehr zu fördern und die Anzahl von PKWs innerhalb von 5 – 10 Jahren um 70 – 90 % zu reduzieren, weil letztere vor allem durch Schadstoffemissionen, Lärm Unfälle und Raumnahme Ursache sind für höchste Zahlen an schweren Verletzungen, Todesfällen und Erkrankungen. In der Summe bringen sie dabei nicht nur keine autonome Mobilität und keinen individuellen Verkehr sondern sind der Faktor, der diese am meisten verhindert und unmöglich macht.

Beim ÖV- Fuß- und Radverkehr ist es umgekehrt, sie sind tatsächlich maximales Mittel zu Mobilität und zu Verkehr und sie erzeugen in der Summe Intelligenz, Fitness, Gesundheit, Ausgeglichenheit, Sensibilität, soziale Kompetenz und anderes bei einem Minimum an Verletzungen, Krankheiten und Todesfällen. Zugleich sind sie prinzipiell für viel mehr verschiedene Menschen zugänglich; so z. B. für Kinder oder Menschen ohne Führerschein und PKW. Anders gesagt: Was ÖV- Fuß- und Radverkehr an Lebensqualität, Sicherheit, Souveränität, Attraktivität, Gerechtigkeit, Ruhe, Raum, Gesundheit u. a. möglich macht und erzeugt, übertrifft Erkrankungen, Todesfälle und Verletzungen bei weitem und ist zugleich Verhinderung und Vorsorge gegen sie.

Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung etwa in Person von Senat und Bürgschaft, haben sich schon strafbar gemacht, indem sie diese eigentlich trivialen Einsichten übersehen oder aktiv ignoriert haben.5 Sie machen sich um so mehr strafbar, wenn sie es unterlassen PKWs innerhalb von 10 bis 20 Jahren um 70 – 90 % zu reduzieren, bei gleichzeitiger Förderung des ÖV um damit eine definitiv hohe Zahl an Erkrankungen, Verletzungen und Todesfällen zu verhindern, bei eine gleichzeitigen Gewinn an autonomer Mobilität, individuellem Verkehr, Grün, Ruhe, Lebensqualität, Gerechtigkeit, Bewegungsfreiheit, Gesundheitsvorsorge und vielem mehr:

1. Beispiel: Eine Stadtbahn transportiert 100 Menschen gegenüber 100 Menschen in PKWs, mit durchschnittlich 1,3 Personen

  • um ein vielfaches leiser, d. h. viel weniger Schlafstörungen, Stresserkrankungen, Konzentrations- und Lernschwierigkeiten von Kindern und vielem mehr…
  • ganz erheblich weniger Feinstaub, CO2, Stickoxyde und anderen Schadstoffemissionen. D. h. sehr viel weniger an Atemwegs- und Herzkreislauferkrangkungen, Allergien, vorzeitige Todesfälle usw.
  • mit viel weniger Raum bzw. unversiegelter Fläche – ggf. auch auf der gründen Wiese. D. h. sehr viel mehr Grünfläche, Flora, Fauna, Biodiversität, Wohnfläche, Schutz gegen Erhitzung, Überschwemmungen usw. …
  • rund 50 x so sicher für Fahrgast und mehr noch für andere wie z. B. Radfahrer und Fußgänger. Ein Stadtbahnfahrer ist auch viel mehr Fußgänger – er gefährdet PKW Fahrer als solcher so gut wie gar nicht, ist aber häufigstes Unfallopfer durch sie
  • mit sehr viel weniger Staus
  • etliche Male so gerecht zugänglich – auch Kinder, Menschen ohne Führerschein, geringes Einkommen usw.

2. Beispiel: 100 Radfahrer bewegen sich aktiv gegenüber 100 PKW-Fahrern die sich bewegen lassen

  • mit dem besten Energie-Strecken-Leistungsverhältnis (Minimum an Energie – Maximum an Strecke): Gegenüber PKWs, die sehr energieaufwendig geförderte Rohstoffe im destruktiven Sinne verbrauchen, indem sie viel CO2, Feinstaub und andere Emissionen hinterlassen, geht der Ressourcenverbrauch von Fahrradfahrern gegen null6. Umgekehrt erzeugen sie Ressourcen an Gesundheit, Fitness, Leistungsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Lebensqualität, Intelligenz und anderem mehr – ebenfalls im Gegensatz zu PKWs!

  • fast geräuschlos bzw. geräuschpositiv. Was an sirren, klicken, Fahrradklingel, Unterhaltungen und anderem durch sie erzeugt wird, belebt die Straße, wirkt insgesamt beruhigend und positiv

  • gesundheitsfördernd vor allem für sie selbst und auch für andere Verkehrsteilnehmer und Anwohner

  • so gut wie schadstofffrei – besonders empörend ist dabei, dass Radfahrer durch ihren Sport viel mehr die Schadstoffe einatmen, die sie selbst nicht verursachen und PKW-Fahrer weniger Schadstoffe aufnehmen die sie umgekehrt am meisten verursachen. Dies gilt im gleichen Sinne und nochmals mehr gegenüber Kindern!

  • Sehr viel weniger versiegelte Fläche d. h. s. o. (:

  • 10 bis 50 x so sicher für sich und andere – die Werte steigen Richtung sehr viel sicherer, wenn mehr Raum bei erheblich weniger PKW bleibt, auch um Bürgersteig und Radweg viel besser unterscheiden und abgrenzen zu können

  • sehr viel weniger Staus

  • ebenfalls viel gerechter zugänglich: s. o.

3. Beispiel: Ein ICE transportiert bei voller Sitzplatzauslastung 750 Fahrgäste gegenüber PKWs mit einem Besatz von durchschnittlich 1,8 Personen

  • um ein vielfaches leiser d. h. …

  • sehr viel weniger Feinstaub und andere Schadstoffemissionen. D h. …

  • sehr viel weniger Raum bzw. unversiegelter Fläche …

  • 58 x7 so sicher für Fahrgast und andere wie z. B. Radfahrer und Fußgänger

  • 70 x weniger Staus

  • etliche Male so gerecht zugänglich

Fazit: Es ist nich allein so, dass der Hamburger Senat z. B. in der Hafencity einfach sinnlos eine sichere, grüne, faire, unfallarme, grüne, gerechte usw. Mobilität auf Jahrzehnte zuasphaltiert und ihre Verhinderung festbetoniert hat. Es ist viel mehr aktives widersinniges Handeln gegen Grund- und allgemeine Menschenrechte auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit, gleichzeitig ein sehr hohes Maß an autonomer Mobilität und individuellem Verkehr zuzubauen und noch dazu eine definitiv hohe Zahl an Verletzungen, Erkrankungen und Todesfällen von Menschen zu verursachen:

Fahren 600 Personen in einen gut ausgelasteten ICE von Hamburg nach München, so bewegt sich das Risiko, sich und andere zu gefährden, sehr nah am technisch machbaren Minimum – bei einem gleichzeitigem Minimum an Raumnahme, Lärm, Versiegelung, Schadstoffemissionen usw. Zusätzlich ist das Potential die Reise aktiv mit Arbeit, Bildung, Unterhaltung usw. zu gestallten, ungleich viel höher, als in einem PKW.

5GG Art. 1. (3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

7„Kein Verkehrsmittel ist sicherer als die Bahn. Extrem viel gefährlicher jedoch ist Autofahren“ https://www.welt.de/wirtschaft/article135229296/Das-Todesrisiko-im-Bus-ist-viermal-hoeher-als-im-Zug.html

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Refugees Welcome!

Ich meine, dass Rettung und Aufnahme von Flüchtlingen, die Verhinderung und der Protest gegen Abschiebungen und die Solidarisierung mit allen sonst wie benachteiligten und ausgeschlossenen Menschen notwendige Voraussetzung und Bedingung von Reichtum an Bildung, Vielfalt, Vielseitigkeit, Intelligenz, Lebendigkeit, wirtschaftlicher Vitalität, Sicherheit und anderen mehr sind.1 Weiterlesen

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Seine, meine oder Eine kurze Geschichte der Menschheit

Rezension zum Buch Yuval Noah Hararis[1]

Ich muss schon sagen Emma, wenn ich höre, wie du deinen eigenen Verstand mißbrauchst, bin ich fast geneigt dir zuzustimmen. Lieber gar keinen Verstand haben, als ihn so falsch anzuwenden wie du. (Jane Austen)

Reizvoll finde ich bei der kurzen Geschichte eines solch riesenhaften Themas, entscheidende und wesentliche Entwicklungen zeigen zu wollen und begreiflich zu machen. Dass es sie mehr oder weniger wesentlich und sinnvoll gegeben hat und dass sie als solche reflektiert und formuliert werden können, erscheint verlockend, allerdings auch gerade für den Teil unseres Menschseins und der Menschheit, welche sich zu einer ungeheuerlichen Anmaßung und Selbstermächtigung über andere Teile und alles andere Leben hat hinreißen lassen. Auf was es dem entgegengesetzt wirklich ankommt, ist Bereitschaft und Fähigkeit zum Diskurs oder Dialog und eine engagierte und auch (selbst)konfrontative Auseinandersetzung mit Geschichte: Menschen sind soziale Wesen durch und durch, die Evolution ihrer besonderen Intelligenz und von Zivilisation, ist im wesentlichen Kooperation und zwischenmenschliche Interaktion.[2] Auch in dieser kurzen Geschichte wird das gleich im Buchdeckel hervorgehoben und ist wiederkehrendes Thema vieler Kapitel. Weiterlesen

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Die armselige Ausgrenzung oder Reichtum durch Aufnahme und Integration

Ich kann nie etwas Anderes wahrnehmen, ohne mich selbst wahrzunehmen, fast ebenso wie ich mich selbst nur wahrnehmen kann, in der Wahrnehmung des Anderen. Meiner Wahrnehmung kann ich zweierlei Schwerpunkte geben, oft sagen wir „Der Tee ist kalt.“ oder andersherum „Ich wärme mich am Feuer.“ Nach gewissen Gewohnheiten und Mustern benennen wir eher das Andere oder uns selbst und vernachlässigen und übersehen gern, dass das eine dem anderen zur Wahrnehmung notwendige Voraussetzung und Bedingung ist: Ohne dass meine Lippen und meine Mundhöhle mit Wärme belebt sind und ohne Energie und Wärme des Feuers, keine konstruktive Wechselseitigkeit für das Spüren und die Reflexion des Eigenen, des Selbst, der Person und andererseits der Eigenheit und Besonderheit des Anderen. Von einem Griff nach einem Einheitsprodukt wir einer Tasse, lässt sich dabei vergleichsweise nur wenig lernen, von einem Stück Holz oder einer Pflanze schon sehr viel mehr, das Essentiellste und für uns Menschen lebensnotwendigste, lerne ich erst und von Beginn mit der Berührung, Kommunikation und Beziehung zu anderen Menschen. Weiterlesen

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Der hohle Krieg oder die Fülle des Friedens

Macbeth: Dies Bild, die bloße Mordthat des Gehirns,
Regt meine innre Welt so heftig auf,
Daß jede andre Lebensarbeit ruht
Und mir nichts da ist, als das Wesenlose (Shakespeare)

Zwei der folgenden Einsichten sind wissenschaftlich gut belegt und die dritte muss meine ich unmittelbar einleuchten, mit ihnen will ich meinen Text einleiten:

  1. Das menschliche Gehirn ist das bei weiten komplexeste was wir im Universum kennen und mit dem wir von Anfang unseres Lebens an durch Begegnungen mit anderen Menschen interagieren.
  2. Das angeborene und individuelle Potential unseres Gehirns, aller anderen Organe bzw. jeder einzelne Zelle,1 wird am stärksten in früher Kindheit weiterentwickelt, geprägt oder vernachlässigt und geschädigt.
  3. Unser Potential und uns selbst können wir erschöpfend nur in der freundlichen Begegnung und auf Augenhöhe mit unterschiedlichen anderen Menschen ausbilden. „Auf Augenhöhe“ und „freundlich“ soll kurz gesagt heißen, dass ich in einer Begegnung mit anderen weder auf sie herabsehe, noch zu ihnen aufschaue, dass wir uns wechselseitig frei von Herrschaft oder Gehorsam unbefangen bewegen müssen und nur so ein Maximum von der anderen Person und uns in ihr wahrnehmen und erleben können.2

Wir lernen insbesondere sehr viel von komplexen Strukturen und Organismen der Pflanzen und Tiere oder auch von Mathematik, künstlerischer Kreativität, dem Gärtnern, von Computerprogrammierung, von Sport und Kultur usw. Nichts von all dem erhält aber eine solch ursprüngliche und entscheidende Bedeutung für unsere Bildung, Intelligenz und Persönlichkeit, wie die Auseinandersetzung, Freundschaft, Beziehung und Liebe zu anderen Menschen. Die Evolution hat vorläufig nichts hervorgebracht, was so komplex, vielseitig und wirksam wäre, wie den menschlichen Organismus bzw. insbesondere sein Gehirn. Nichts kann damit unser Selbst und unsere Persönlichkeit so ursprünglich, vielseitig und erschöpfend bilden, wie ihre Empathie, Spiegelung und Erwiderung in der Vielfalt und endlosen Komplexität anderer Persönlichkeiten. Die Bedeutung und Notwendigkeit dessen ist für uns als Säuglinge und Kleinkinder mehr als ein Wissen; wir sind die Nähe und Berührung zu denen, die uns aufnehmen, uns ansehen und mit uns reden. Wir leben von Beginn an notwendig durch wechselseitige Zuwendung, Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit und Kommunikation und erleiden panische Angst, unsäglichen Schmerz und schließlich den sicheren Tod, wenn sie ausbleiben.3 Weiterlesen

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Klage gegen den Braunkohletagebau Garzweiler

„Ich weiß, wie es um diese Lehre steht. / Es erben sich Gesetz‘ und Rechte / Wie eine ew’ge Krankheit fort; / Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte, / Und rücken sacht von von Ort zu Ort. / Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage; / Weh dir, dass du ein Enkel bist! /  Vom Rechte, das mit uns geboren ist, / Von dem ist, leider! nie die Frage.“ (Mephisto im Faust)

 Klage gegen den Braunkohletagebau Garzweiler (Entwurf!)

Um ohne nennenswerte Konsequenzen und aus Gründen von Stumpfsinn, Gier und Geiz beispiellose Verbrechen an Mensch und Natur zu begehen, gibt es das einfache und sehr zuverlässige Mittel der mittelbar-indirekten und also technisch-industriellen Räuberei und Zerstörung von Lebensgrundlagen der aller wehrlosesten Lebewesen und Menschen. Keine Richter und Staatsanwälte, keine Politiker, und zum Teil auch gerade keine Umweltschützer, Bürger-, Demokratieinitiativen und Menschenrechtsorganisationen, werden aktiv und ermitteln, protestieren bisher lautstark und mit Nachdruck, erstatten Anzeige oder erheben Klage. Am wenigsten jedenfalls im Sinne derjenigen, die in ihrer beschränkten Wahrnehmung nicht vorgesehen sind und wenn ihre weit überverhältnismäßige Betroffenheit noch so offenkundig und einfach einzusehen ist.1 Um ihnen gerecht zu werden, sind Tradition, Sitte, zivilgesellschaftliche Bildung und dergleichen meist untauglich und oft eher ein Hindernis, es braucht viel mehr radikale, unbefangene und grundsätzliche Überlegungen. In dieser seiner wichtigsten Disziplin hat nun der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts in der Manier eines Kleinbürgervereins jämmerlich versagt. Braunkohleverstromung gehört zu den effektivsten Mitteln, weltweit und über viele Generationen eine definitiv hohe Zahl von Menschen durch Orkane, Unwetter, Überschwemmungen, Hitze, Feuerstürme und Trockenheit verelenden, verdursten und verhungern zu lassen, ihrer Lebensgrundlage und Heimat zu berauben und sie zu töten und zu morden. Weiterlesen

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Kuhglocken und Käsekelle gegen Massentierhaltung und Agrarindustrie

Wir treiben unser Vieh vorbei an verfallenen Hütten und Melkständen, die Milch der Tiere kann das Kessi nur noch anfüllen, ihr Mist und was sie wegfressen reicht immer weniger, den Blumen, Kräutern und Gräsern ihren Humus und Raum zu schaffen. Zeit auch für uns, sich diesem Rückgang als Teil einer weltweiten agrarökologischen Bewegung  entgegenzustellen. (Text: Bernhard Goebel)

Als Senn bin ich erschrocken und empört über die Quälerei in der industrialisierten Viehzucht und das Ausmass der Zerstörung durch Landwirtschaft. Wie viel Urwald für endlose Rinderherden schon gerodet ist, wie viel Land schon so sehr verödet, vergiftet und unfruchtbar ist oder nur mit einem masslosen Aufwand an Energie, Pestiziden und Kunstdünger noch bewirtschaftet werden kann. Nicht immer und überall allerdings hinterlässt Landwirtschaft eine solche Verwüstung. Kulturlandschaft kann durchaus die Fruchtbarkeit und Vielfalt von natürlicher Wildnis erreichen und sie sogar übertreffen. Um einen solchen Gewinn an Leben für Tier, Mensch und Natur durch Landwirtschaft zu erzeugen, ist die massvolle Nutztierhaltung in vielen Regionen der Erde erforderlich und wünschenswert: Die Überzahl der Rinder auf gerodeten Flächen in Südamerika oder die von Hochleistungskühen in den Grossställen der Schweiz mag noch so gross sein, es ändert nichts daran, dass auf den meisten Alpen mittlerweile (viel) zu wenig Tiere weiden, um den ganzen Reichtum und fruchtbaren Wert ihrer Kulturlandschaft erhalten zu können. Weiterlesen

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Für die Grundrechte einer wachsenden Mehrheit von Menschen

So sicher Wasser am schnellsten in der tiefsten Versenkung verschwindet, so zuverlässig wächst und erhält sich Wohlstand und Reichtum der Industrienationen bisher im Wesentlichen auf Kosten von denjenigen, die am wehrlosesten sind. Es sind die Menschen in besonders betroffenen Regionen des Planeten, Kinder und mehr noch (lang) nicht Geborene. An dieser immer größer werdenden Mehrheit findet tagtäglich eine beispiellose Menschenrechtsverletzung statt, weil sie gerade da Opfer von Lebensgrundlagenzerstörung ist und noch viel mehr sein wird, wo sie kaum bzw. überhaupt gar nicht gegen sie abstimmen, demonstrieren oder klagen kann. Durch keine auch nur etwas bekanntere Person oder Institution wird diese eigentlich so simple Einsicht* bisher aufgegriffen und deutlich gemacht. Weiterlesen

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Aufruf anlässlich des Club of Rome Berichts „2052“**

Menschenrechte, Demokratie und Lebensgrundlagenzerstörung

Die rechtsförmliche Diskussion über die Würde des Menschen und die Auslegung durch den Richter sind ihrerseits, weit mehr als man denkt, von den ethischen Auffassungen der Bürger einer Kulturgemeinschaft abhängig. Diese moralische Urteilskraft ist in dem Wissen von gesellschaftlichen Institutionen gespeichert, die das Grundgesetz besonders schützt: die Familien, die Schulen, die freie Presse, den Rundfunk und die Universitäten, die Religionsgemeinschaften, oder die politischen Parteien.“*

Was neuerdings Leben, Freiheit und Würde des Menschen am meisten bedroht, zerstört und noch viel mehr zerstören wird, ist allerdings von seiner moralischen Bewertung her in krassem Missverhältnis um so weniger in diesen Institutionen gespeichert: Weiterlesen

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Das Prinzip Nachhaltigkeit

Zu vernünftig und zu wenig mitfühlend und sinnvoll

Buchrezension zu „Das Prinzip Nachhaltigkeit“ von Felix Ekardt

Sucht man nach den erfolgreichsten Organismen dieses Planeten, so wird man sicher an erster Stelle Viren finden, ihre Anzahl, Omnipräsenz und Dauerhaftigkeit übertrifft die aller anderen bei weitem. Nicht zuerst deswegen, weil sie eine Zelle so manipulieren können, dass diese bis zu ihrem Ende all ihre Energie aufwenden wird um einen Virus zu vervielfachen, sondern zuerst deswegen, weil sie ihr kleines und besonderes Stück Erbgut in das der Zelle integrieren und, ist diese eine Keimzelle, so potentiell ewig leben können. Erst dadurch, dass sie und ihr Wirt sich in einer möglicherweise allerdings sehr heftigen Interaktion nicht (mehr) töten, werden beide zu Gewinnern und kommen diesem großen Menschheitstraum so nahe. Der Anteil von Viren am Erbgut aller Lebewesen ist erheblich, ohne ihre Innovationen zum Bau neuartiger Proteine und ohne ihre Funktion als Überträger von Erbgut zwischen verschiedensten Organismen, hätte die Evolution sicherlich kaum je ein Säugetier wie den Menschen hervorbringen können.*

Ausgerechnet an einer solchen vergleichsweise so simplen Spezies lässt sich also veranschaulichen, dass sich globale Nachhaltigkeit zunächst aus egoistischen Motiven sehr gut begründen lässt, auch wenn sich schnell zeigt, dass Egoisten in ihrer Selbstbezogenheit immer die dümmeren bleiben werden: Weiterlesen

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